Gert Böhm

 

Gert Böhm, Jahrgang 1940, wurde nach einer kurzen Karriere als Fußball-Profi, die über Nacht durch eine Sportverletzung endete, Journalist bei der Frankenpost. Mit 26 Jahren wechselte er auf die Public-Relations-Seite: erst zu Rosenthal, später zur Hutschenreuther AG, dem damals größten europäischen Porzellankonzern, wo er mit 34 Jahren jüngster Direktor wurde.

 

Doch in dieser Zeit setzte sich Böhm auch intensiv mit Lebens- und Glaubensthemen auseinander. Dabei rückte für ihn immer mehr die Frage nach Sinn und Ursachen von Krankheiten in den Vordergrund. Vor allem die alten Heilsysteme faszinierten ihn. Um sich dieser Thematik noch stärker widmen zu können, hängte Böhm 1980 seinen Direktorenposten an den Nagel, verdiente sich als selbständiger Kommunikationsberater seinen Lebensunterhalt – und beschäftigte sich hauptsächlich mit Krankheitsursachen und Heilmethoden in den verschiedenen Kulturen der Welt. Gert Böhm reiste zu Wunderheilern auf den Philippinen, lernte Schamanen, Medizinmänner und andere Heiler in allen Teilen der Erde kennen. Er verbrachte auch einige Zeit im Exil der Tibeter in Dharamsala (Indien), wo er sich mit deren Medizinsystem auseinander setzte und mehrfach mit dem Dalai Lama zu persönlichen Gesprächen zusammentraf.

 

Diese in fast zehn Jahren erworbenen Kenntnisse bildeten auch die Grundlage für Böhms Roman „Gestern war ich tot“, in dem es um die Zusammenhänge zwischen Glauben und Gesundheit geht. Die Erstversion des Manuskriptes schrieb Böhm während eines vierteljährigen Aufenthaltes in einem bayerischen Benediktinerkloster.

 

1990 übernahm Gert Böhm als Geschäftsführer einen regionalen Zeitungsverlag in Franken (Frankenpost Verlag GmbH in Hof). Mit dem Erreichen des 60. Lebensjahres zog er sich Ende 2000 aus dem aktiven Berufsleben zurück und arbeitet seither als freier Journalist und Buchautor.

Er lebt zusammen mit seiner Frau, der Künstlerin Sabine Böhm, in dem fränkischen Dorf Sigmundsgrün.

 

 

Bücher zu spirituellen Themen und Gesundheit

 

2002 erschien in der renommierten Reihe „Herder-Spektrum“ das Buch „Was der Seele gut tut“, das Böhm gemeinsam mit seinem langjährigen Freund, dem Benediktinermönch und Psychotherapeuten Pater Dr. Johannes Pausch, geschrieben hat. Darin geht es um den richtigen Rhythmus im Leben. Das Buch erschien in mehreren Auflagen, dann wurde es noch als gekürzte Version herausgebracht. In der Autorengemeinschaft Böhm/Pausch sind inzwischen in verschiedenen Verlagen zehn weitere Bücher erschienen, die auch in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden:

 

 

  •  „Auch schwarze Schafe können beten“ (Kösel Verlag und Herder Verlag)

 

  •  „Gesundheit aus dem Kloster“ (Herder Verlag, Anaconda-Verlag und Hohe Verlag)

 

  •  "Such dir deinen Himmel – Auszeit im Kloster“ (Kösel Verlag)

 

  •  „Auf zum guten Leben“ (Styria-Verlag) – ein reich bebildertes Buch über die spirituellen Aspekte des Fasten

 

  • „Himmlisch leben – 100 Klosterweisheiten für den Alltag“ (Kösel Verlag und Goldmann Verlag)

 

  • „Die Wiederkehr des Heiligen – unsere Sehnsucht nach dem guten Leben“ (Kösel Verlag)

 

  •  „Ich bin dann mal alt“ (Kösel Verlag)

 

  • "Joseph und die drei Könige" (Kreuz Verlag)

 

  •  „Nimm deine Zeit an die Hand – kleine Schritte zum guten Leben“ (Kreuz Verlag)

 

  • "Im Einklang leben" (Kreuz Verlag)

 

 

2006 schrieb Böhm gemeinsam mit dem Klinikarzt Dr. Johannes Wilkens, der für seine wegweisenden Arbeiten im Bereich der Naturheilkunde höchste Auszeichnungen erhalten hat, das Buch „Misteltherapie bei Krebs – die sanfte Revolution“ (erschienen im Kösel Verlag). Bei den Autoren ergänzen sich die medizinischen Erfahrungen (Dr. med. Wilkens) mit den Beobachtungen vom Einfluss des Lebensrhythmus’ auf Krankheiten (Böhm).  

 

 

Fränkische Mundart – in der Zeitung, im Radio, in Büchern, auf CDs

 

Seit 1966 schreibt Böhm regelmäßig Geschichten in fränkischer Mundart – für die Zeitung, für Rundfunk und Fernsehen. Mehr als 2.200 „Gerch“-Geschichten gibt es mittlerweile. Rund 300 sind beim  Hoermann-Verlag in sechs Bänden erschienen, und 52 der schönsten Geschichten gibt es auch auf vier CDs, die - hintersinnig oder brüllend-komisch – die Menschen zum Lachen, zum Schmunzeln und zum Nachdenken bringen. Zwei frühere CDs mit Mundartgeschichten von Gert Böhm waren Live-Mitschnitte aus dem Tournee-Programm „Dreyschlag & Gerch“, das Gert Böhm zusammen mit der Musikgruppe „Dreyschlag“ von 1995 bis 2003 veranstaltete.

 

 

Auszeichnungen:

 

1994 Bundesverdienstkreuz

 

1996 Franken-Würfel (verliehen von den drei fränkischen Regierungspräsidenten)

 

2004 Kulturpreis der Stadt Rehau

 

2008 Kunstpreis des Landkreises Hof